Mit einem neuen Bonitätsscore setzt die Schufa auf völlige Transparenz. Damit Verbraucher den neuen Score anhand ihrer eigenen Daten selbst nachrechnen können, wurden aus mehr als 250 möglichen Kriterien die zwölf verständlichsten und gleichzeitig für die Prognosegüte aussagekräftigsten ausgewählt. Die sechs Branchenscores, die perspektivisch abgelöst werden, verwenden bisher allein in Summe rund 100 Kriterien.Jedes Kriterium, das in den neuen Score einfließt, erhält Punkte, die einfach zusammengerechnet werden können. Die Höhe der Punktzahl pro Kriterium spiegelt die Gewichtung im Score wider. So können Verbraucher künftig nachvollziehen, welche Kriterien ihren persönlichen Score wie beeinflussen und Änderungen ihres Scores leichter verstehen. So soll es zukünftig möglich sein, Einfluss auf den eigenen Score zu nehmen.
„Der neue Schufa-Score ist der qualitativ beste und gleichzeitig verständlichste Score, den wir auf Basis unseres marktführenden Datenbestandes entwickeln konnten”, sagt Tanja Birkholz, Vorstandsvorsitzende der Schufa. „Die Vorgabe lautete: Die bestmögliche Prognosegüte unter der Nebenbedingung der Nachvollziehbarkeit für Verbraucherinnen und Verbraucher zu erzielen.” Wie die aktuellen Schufa-Branchenscores hat auch der neue Score eine sehr hohe Prognosegüte von mehr als 60 Gini-Punkten. Der Gini-Koeffizient ist ein anerkanntes Maß zur Beurteilung der Qualität eines Score-Modells. Je höher der Wert, desto besser unterscheidet der Score die Menschen, die sehr wahrscheinlich zurückzahlen können, von denjenigen mit einer schlechteren Zahlungsprognose.
Derzeit testen bereits 17 Banken und Unternehmen die Prognosegüte des neuen Scores auf ihren Kunden-Portfolien oder beabsichtigen das zeitnah zu tun. Perspektivisch soll der neue Score perspektivisch sechs der gegenwärtig existierenden Branchenscores Banken, Sparkassen, Genossenschaftsbanken, Telekommunikation, Handel sowie Versandhandel/ E-Commerce ersetzen. Parallel arbeitet die Schufa an der Entwicklung des Schufa-Accounts, der Verbrauchern den kostenfreien, digitalen Einblick in ihre bei der Schufa gespeicherten und bonitätsrelevanten Daten verschafft und mit einem Erklär-Tool für Nachvollziehbarkeit sorgt. Voraussichtlich im vierten Quartal 2025 werden ausreichend Unternehmenskunden den neuen Score einsetzen und die digitalen Anwendungen den Verbrauchern zur Verfügung stehen. Dann wird der neue Schufa-Score den Basisscore ersetzen, der für Verbraucher seit 2006 eine branchenübergreifende Orientierungshilfe darstellt. Der Unterschied: Während der Basisscore nicht an Unternehmen weitergegeben wird, ist der neue Score derselbe – für Verbraucher wie für Unternehmen und Banken.